Vorbeugung und Linderung von Atemwegsinfekten

Im Winter wird er Organismus unserer Pferde ordentlich auf den Prüfstand gestellt. Die Bewegung an der frischen Luft wird zu dieser Jahreszeit in vielen Ställen zum reinsten Spießrutenlauf zwischen Schlammschlacht, Wolkenbruch und Schlitterpartie.

Gerade Zuchtpferde, Youngster und Pferde ohne Arbeit bleiben zwangsläufig über Tage und Wochen im Stall. Tageslicht, Frischluft und Bewegung sind dann Mangelware. Die empfindlichen Atemwege des Pferdes leiden unter diesen Umständen ganz besonders. Ihnen fehlt nicht nur etwas, sie bekommen zu viel!

Zu viel Staub, zu viel Ammoniak, zu viele Schimmelsporen, die Aufzählung ließe sich beliebig fortführen.

Doch wie soll man diesen Teufelskreis durchbrechen, wenn das Wetter verrückt spielt und die Bewegung unter freiem Himmel von Petrus zwangseingeschränkt wird?


→ Die Zauberformel heißt: optimale Vorbeugung und schnelle Symptomlinderung!



Husten beim Pferd vorbeugen

Vorbeugen lässt sich Husten vor allem durch eine möglichst staubarme Umgebung für das Pferd – auch im Stall. Genau das steht jedoch im krassen Gegensatz zu den vorherrschenden Haltungsbedingungen. Immerhin frisst das Pferd Heu und freut sich in vielen Ställen über ein kuscheliges Strohbett.

Beides Materialien, die nicht gerade durch Staubfreiheit glänzen und gerne von Schimmel- und Pilzsporen besiedelt werden.

Dennoch ist es möglich, die Reize für das Pferd zu reduzieren. Wer schon beim Heukauf auf ein hohes Qualitätslevel und einen geringen Sandgehalt achtet, es im Idealfall noch vor dem Verfüttern anfeuchtet, hat schon einiges in Sachen Staub im Pferdestall gewonnen.

Ähnliches gilt für das Pferdebett!

Neben einer hohen Staubarmut verfügt es optimalerweise auch noch über eine hohe Saugfähigkeit. Das Pferd nimmt sein Raufutter vom Boden auf und ist den aggressiven Ammoniakausdünstungen dadurch noch intensiver ausgesetzt, umso wichtiger ist eine saugfähige Einstreu und regelmäßiges Misten.

Last, but not least sollte auch der menschliche Reinlichkeitsaspekt, zumindest dann, wenn die Pferde im Stall stehen, in den Hintergrund rücken.

Eine gefegte Stallgasse sieht zwar schick und sauber aus, belastet die Atemwege des Pferdes aber enorm. Regelmäßiges Stoßlüften ist zudem nicht nur im eigenen Wohnraum angesagt, auch im Stall erfolgt so ein Luftaustausch und nimmt die belastete Luft dabei gleich mit!


Husten beim Pferd lindern

Hustet das Pferd schon, sollte nicht lapidar auf ein plötzliches Verschwinden gesetzt werden. Der Spruch „Was von selbst gekommen ist, geht von selbst wieder weg.“, ist hier völlig fehl am Platz.

Zunächst muss die Ursache ausfindig gemacht und ausgeschaltet werden.

Je nach Begleiterscheinung kann die recht vielfältig sein und vom viralen Infekt bis hin zum allergischen Geschehen reichen. Bei älteren Pferden ist außerdem an ein Nachlassen der Lungenelastizität zu denken!

Egal ob chronische Atemwegserkrankung beim Pferd, Allergie, Infektion oder empfindliche Atemwege, gegen jeden Husten ist ein Kraut gewachsen! Und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Zahlreiche Heilpflanzen haben sich bei Atemwegserkrankungen in der Naturheilkunde und Volksmedizin bewährt. Sie wirken als Schleimdroge lindernd bei Hustenreiz, helfen beim Verflüssigen und abhusten von Bronchialschleim und beruhigen gereizte Atemwege.

Dabei sind Kräuter für die Atmung nicht nur etwas für den Ernstfall. Auch (noch) gesunden Pferden tun sie gut und unterstützen die Tiere dabei, fit und gesund über den Winter zu kommen!

 

 
 
 
 

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