Holunder

Holunder  (Sambucus nigra)

Der Schwarze Holunder zählt zu den Moschuskrautgewächsen und wächst hauptsächlich in strauchiger Form, kann dabei allerdings Höhen bis zu 10 Meter erreichen. Beheimatete ist der Holunder in gesamt Europa, bevorzugt dabei feuchte Böden an Wegrändern, Flüssen, Schluchten und Waldrändern. Charakteristisch für den Holunder ist die weiße, intensiv duftende Trugdolde, die sich zwischen den gefiederten Laubblättern von Mai bis Juli zeigt. Aus den Blüten entwickeln sich die fast schwarzen Holunderbeeren. Für medizinische Zwecke werden sowohl die Blüten, als auch die Beeren verwendet.

In den Blüten des Holunders finden sich hauptsächlich ätherische Öle in Form von freien Fettsäuren, ebenso Flavonoide und Triterpene. Cholin, Schleim- und Gerbstoffe, sowie Gerbsäuren und Vitamin C sind ebenfalls, letzteres vor allem in den Beeren anzutreffen. In vitro konnte aus wässrigen Lösungen eine antivirale Wirkung des Holunders bestätigt werden. So wird er gerne bei Infekten eingesetzt, die auf Grippeviren zurückzuführen sind. In der Naturheilkunde wird Holunder zudem zur Förderung der Produktion dünnflüssigen Schleims herangezogen, ebenso als schweißtreibendes Mittel bei Fieber und als leicht antiseptisch wirkendes Mittel. Zur Blutreinigung, zur Regeneration des Magens, zur Stärkung von Darm und Niere, sowie als harndrangförderndes Mittel bei Blasenleiden kommt Holunder in der Volksmedizin ebenfalls zum Einsatz.