Fenchel

Fenchel (Foeniculum vulgare)

Der Fenchel ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler und stammt ursprünglich aus Südeuropa. Er kommt in verschiedenen Varianten vor, sodass neben den zur Samenproduktion gezogenen Fencheln (Bitterfenchel) auch Arten kultiviert werden, welche in Erdnähe eine Knolle ausbilden, die vornehmlich als Gemüse verzehrt wird. Aus dem Wurzelstock bildet sich beim Bitteren Fenchel ein bläulich gestreifter, gerillter Stängel. Hieran zeigen sich zahlreiche dünne, wie Fäden wirkende Blätter während sich am Stielende die charakteristischen gelblichen Doldenblüten zeigen, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm erreichen können. Aus den Blüten wachsen später die Fenchelsamen, die als Gewürz oder Medizinalprodukt verwendet werden.

Die Fürchte des Bitteren Fenchels bestehen, wie alle Pflanzenteile des Fenchels, zu einem großen Teil aus ätherischen Ölen. Hier dominieren die Phenylpropanderviate, aber auch die Moneterpene. Außerdem finden sich noch verschiedene Phenolcarbonsäuren, Flavonoide und geringe Mengen an Cumarin und fetten Ölen. Fenchel wirkt durch seine Inhaltsstoffe daher vor allem verdauungsfördernd und blähungstreibend. Die Bewegungsfähigkeit der Magen- und Darmmotorik wird gefördert, das Wachstum von Pilzen und Bakterien gehemmt. Die entkrampfende Wirkung von Fenchel ist unter anderem auf Acetylcholin und Bariumcholid zurückzuführen, außerdem erhöhen Fenchon und trans-Anethole die mukoziliäre Aktivität, wirken also auswurffördernd im Bereich der Atemwege.