Bärlauch

Bärlauch (Allium ursinum)

Der Bärlauch, auch Hexenzwiebel, Waldknoblauch, oder Zigeunerlauch genannt, gehört zur Familie der Zwiebelgewächse. Die kleine, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von höchstens 50 cm bevorzugt schattige, humusreiche Plätze zum wachsen und ist daher häufig in Auwäldern oder an Bächen zu finden. Sein Verbreitungsgebiet reicht dabei von Europa bis Asien, von mediterranen Regionen über Tiefebenen bis in die Höhenlagen der Voralpen. Im Frühjahr erscheinen zunächst die lanzettähnlichen, länglichen Blätter, die dem Maiglöckchen sehr ähnlich sind, im Gegensatz dazu allerdings stark nach Knoblauch riechen. Im späteren Frühjahr wachsen dann dünne Stängel aus der Blattrosette, die sternförmige, weiße Blüten als Dolden tragen. Verwendung findet jedoch nur die Blätter des Bärlauchs, die vor der Blüte geerntet werden.

Bereits im Mittelalter wurde der Bärlauch als Arzneipflanze genutzt, was hauptsächlich auf seine schwefelhaltigen, ätherischen Öle zurückzuführen ist. Diese wirken sich, zusammen mit den anderen Inhaltsstoffen wie Allicin, Vitamin C, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen und Schleimstoffe, positiv auf die Atemwege, undden gesamten Verdauungsapparat inkl. Nieren, Leber und Galle aus. Bärlauch wird dabei nicht nur als Mittel gegen Blähungen und Fehlverdauung eingesetzt, sondern findet auch als Stoffwechsel anregendes Mittel Verwendung. Ebenso kann Bärlauch als Antiarteriosklerotikum und Antihypertonikum eingesetzt werden, hat auf den Cholesterinspiegel regulierende Einflüsse und kann dem Organismus bei Wurmbefall helfen.