Pfefferminze

Pfefferminze (Mentha piperita)

Die Pfefferminze ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die ursprünglich nicht in Wildbeständen vorkam. Sie entstand erst im 17. Jahrhundert spontan als ein Hybrid verschiedener Minzearten und zählt zur Familie der Lippenblütler. Die Pfefferminze hat ihren Namen dabei ihrem scharfen Minzearoma zu verdanken, der im Gegensatz zu anderen Minzearten, vom hohen Mentholgehalt und dafür niedrigen Carvongehalt herrührt. Die Wuchshöhe der Pfefferminze erreicht höchstens 90 cm und wird durch die kantigen Stängel charakterisiert, die sich zu den Enden hin stark verzweigen. An ihnen sind die dunkelgrünen, feingesägten Blätter kreuzgegenständig angeordnet und verströmen bei Reibung den typischen Minzegeruch. Die Blüte der Pfefferminze, die sich ab Juni zeigt, hat die Form von kleinen, zart rosa Ähren.

Als Küchen- und Heilpflanze ist die Pfefferminze vor allem als Tee bekannt, der gerne bei Magen-Darm-Beschwerden angewandt wird. Das ist der spasmolytischen Wirkung des terpenreichen, ätherischen Öls zu schulden, das den Hauptwirkstoff der Pfefferminze ausmacht. Auch verschiedene Flavone und freie Phenolcarbonsäuren sind als Bestandteil in der Pfefferminze zu finden. Bei Beschwerden im Gastrointestinaltrakt kommt aber nicht nur die krampflindernde Wirkung der Pfefferminze zum Zuge, sondern auch ihre diuretische, choleretische, antivirale, sowie antimikrobiellen Eigenschaften, was sie als wertvolle Hilfe bei Koliken, Erbrechen, Blähungen, Gastritis und mangelndem Appetit macht.