Mariendistel

Mariendistel (Silybum marianum)


Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Mariendistel ist auch als Fieberdistel, Heilandsdistel, Christi Krone, Donnerdistel, Stechkraut oder Venusdistel bekannt. An warmen Standorten kommt sie auch hierzulande vor, ist durch Einbürgerung aber, neben dem Mittelmeerraum, hauptsächlich in Nord- und Mittelamerika, sowie Südaustralien beheimatet. Die Mariendistel ist vor allem durch ihre großen grün-weiß marmorierten Blätter, die mit kräftigen Dornen versehen sind charakterisiert. An der Spitze trägt die Mariendistel eine große, violette, kugelförmige Blüte aus der sich die Früchte entwickeln. Diese sind mit einem seidigen, so genannten Pappus versehen, einer Haarkrone, wie sie auch bei der Pusteblume bekannt ist. Wird dieser von den Früchten der Mariendistel abgeworfen, so erscheint der Samen mit seiner glänzenden, sehr harten Schale.


Zu medizinischen Zwecken findet ausschließlich der bitter schmeckende Samen der Mariendistel Verwendung. Er besteht zu einem großen Teil aus Silymarin, was ein komplexes Gemisch aus Flavonolignanen darstellt. Neben dem Hauptwirkfaktor Silymarin enthalten Mariendistelsamen außerdem verschiedene Flavonoide, Eiweiß und fette Öle. Mariendistelsamen werden als Leberschutzmittel und zur Regeneration ebendieser eingesetzt. Vor allem bei toxischen Leberschäden und chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Leber kann die Mariendistel große Dienste leisten. Verantwortlich dafür ist das Silymarin, dass die Struktur der äußere Membran der Leberzelle so verändert, dass Lebergifte nicht bis in die Zelle eindringen können. Außerdem stimuliert das Silymarin der Mariendistel die Enzymtätigkeit und regt so die Neubildung von Leberzellen an.