Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxum officinale)

Der Löwenzahn ist eine ausdauernde, bis zu einem Meter hohe Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie wächst mit ihren zahlreichen Unterarten und Varietäten auf der gesamten Nordhalbkugel und ist vor allem auf Wiesen, Weiden, an Wegesrändern oder auf Schuttplätzen zu finden. Die gezackten, länglichen Blätter des Löwenzahns sind unbehaart und wachsen in einer Rosette, aus der früh im Jahr ein runder, hohler Stängel wächst. Er enthält einen weißen, kautschukhaltigen Saft und präsentiert an seinem Ende eine leuchtend gelbe, rundliche Blüte. Die Bezeichnung Pusteblume ist den kleinen Schirmen (Pappus) zu, die nach der Blüte die Samen über weite Entfernungen tragen.

Die im Löwenzahn enthaltenen Sesquiterpenlactone, Triterpene, ein Phenolcarbonsäurederivat, sowie Flavone, Sterole, Inulin und eine recht hohe Kaliumkonzentration. Neben seiner blutreinigenden Kraft wird der Löwenzahn hauptsächlich für die Anregung der Verdauungsorgane, sowie der Niere und Blase eingesetzt, was ihn auch bei rheumatischen Beschwerden zum Einsatz kommen lässt. Die entschlackende Wirkung des Löwenzahns ist vor allem auf den hohen Bitterstoffgehalt zurückzuführen, der die Sekretion von Magen, Bauspeicheldrüse und Gallenfluss anregt und auch auf die Leber eine schützende Wirkung hat. Bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit kann Löwenzahn ebenso wie bei Meteorismus, aber auch bei Erschöpfungszuständen zur Leistungssteigerung zum Einsatz kommen.