Algen als Seealgenmehl

Verwendung für die Herstellung von Seealgenmehl finden hauptsächlich die beiden Vertreter der Braunalgen Laminaria digitata und Ascophyllum nodosum. Die beiden Algen wachsen sowohl im Nordatlantik, als auch in Nord- und Ostsee und in subtropischen Klimazonen. Lediglich die Laminaria digitata zieht kaltgemäßigte Meere den tropischen Temperaturen vor. Mit ihren kräftigen Haftorganen befestigen sich die Seealgen an felsigen Untergründen wie Kaimauern und Felsen. Beide Braunalgenarten werden im Übrigen zur Gewinnung von Alginsäure herangezogen, die der Lebensmittelindustrie ebenso dienlich ist, wie der Medizin. Außerdem werden sie, obschon ihrer hohen Nährstoffkonzentration, als Bodendünger eingesetzt.  

Durch den hohen Gehalt an Eiweißen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen wird Seealgenmehl gerne als natürlicher Vitalstofflieferant eingesetzt. So fördern die Wirkstoffe besonders den Haut- und Fellstoffwechsel, helfen dem Immunsystem auf die Sprünge und verbessern die Verdauung, sodass zugeführte Nährstoffe besser verwertet werden können. Aus medizinischer Sicht sind den Salzen der Alginsäure, dem Alginat, besondere Bedeutung zuzuschreiben. Insbesondere bei Magenschleimhautreizungen durch eine zu aktive Magensäureproduktion kann Seealgenmehl hilfreich eingesetzt werden. Das Alginat wird vom Organismus dabei nicht verstoffwechselt, legt sich aber dennoch wie eine schützende Barriere auf die Magenschleimhaut und schützt diese vor weiteren Angriffen.