Artischocke

Artischocke (Cynara scolymus - Korbblütler)

Die Artischocke ist eine krautige Pflanze mit distelartigem Habitus aus der Korbblütlerfamilie. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, ist jetzt aber bis in die USA verbreitet. Auf tiefgründigen, lockeren Böden gedeiht die bis zu 2 Meter große Distelart mit den großen Blütenständen am besten. Aus der üppigen Blattrosette mit den dornigen Laubblättern wachsen hohe Stängel dessen Ende ein körbchenförmiger Blütenstand bildet. Dieser Teil der Artischocke wird geerntet und zu kulinarischen und medizinischen Zwecken verwendet. Wird die Knospe nicht abgeerntet, kommt es zum Austrieb der etwa 10 cm großen, violetten Röhrenblüten mit den typisch, fedrigen Borsten.

Die medizinische Wirkung der Artischocke wird vor allem den enthaltenen Flavonoiden und Chinasäurederviraten, sowie den Bitterstoffen und Enzymen zugeschrieben. Besonders das Cynarin hat einen anregenden Einfluss auf den Stoffwechsel von Leber und Galle, sodass diese bei dyspeptischen Beschwerden ebenso zum Einsatz kommt, wie bei Funktionsstörungen im Bereich der Leber und Galle. Unterschiedliche Wirkmechanismen sorgen dabei für eine cholesterinsenkende, leberschützende und regenerierende Wirkung der Artischocke. Außerdem wird durch die bitter schmeckenden Sesquinterpenlactone die Sekretion von Speichel und Magensaft angeregt, was zum einen die Verdauung gefördert und zum anderen den Appetit angeregt.